KI ist mittlerweile fester Bestandteil meines Alltags. Ob Recherche, Inspiration oder kleine Helferlein im Workflow – ich schätze die Geschwindigkeit und die unglaublichen Möglichkeiten, die mir Tools wie ChatGPT bieten.
Aber hier kommt der Punkt: Wenn es um Dinge geht, die mir persönlich am Herzen liegen, dann lasse ich die KI bewusst außen vor.
Ein Beispiel: 2000 Hochzeitsfotos aussortieren und nach meinem Stil bearbeiten lassen. Klingt nach einer typischen Aufgabe für eine Maschine, oder? Rein technisch betrachtet schon. Doch jedes Foto ist für mich mehr als eine Sammlung von Pixeln. Es ist ein Gefühl, eine Erinnerung, ein winziger Ausschnitt aus einem echten Leben. Da brauche ich meine eigenen Augen, mein Gespür, meine Erfahrung. Eine KI kann Gesichter erkennen, aber sie weiß nicht, warum gerade das eine kleine Lächeln zwischen zwei Menschen alles bedeutet.
Oder das Antworten auf Nachrichten von Kunden. Ja, theoretisch könnte ich Vorlagen oder automatische Replies nutzen. Aber wenn mir jemand schreibt, bringt dieser Mensch immer auch ein Stück Persönlichkeit, Vertrauen und Erwartung mit. Da möchte ich nicht, dass ein Algorithmus übernimmt. Ich will mit echter „Wärme“, meinen eigenen Worten und Werten, meiner eigenen Haltung antworten.
Und dann sind da noch die ganz persönlichen Dinge: ein ehrlicher Brief, ein paar Zeilen an Freunde oder Familie, Gedanken, die aus dem Inneren kommen. Das ist etwas, was keine Maschine je ersetzen kann – und auch nicht sollte.
Ironischerweise tippe ich diese Zeilen hier mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es fast widersprüchlich klingt: Ich schreibe über KI und gleichzeitig darüber, warum ich sie in bestimmten Momenten bewusst nicht nutze. Aber genau da liegt für mich der Schlüssel. KI ist für mich ein Werkzeug – brillant, hilfreich, oft unverzichtbar. Doch meine Vorstellungskraft, meine Emotionen, meine Intuition? Die gehören mir. Und die werde ich niemals auslagern.


