Seit gestern ist es besiegelt und es ist kein April-Scherz: Kliewer Fotografie zieht in die Räumlichkeiten des Balawa Rama (Anm. das Balawa Rama existiert nicht mehr) in der Metzelstraße 10a, Trier. Dieser Entscheidung ist eine recht lange Geschichte vorausgegangen, die ich auf das Nötigste kürze.

Als ich vor ein paar Jahren beschlossen habe, nebenberuflich tätig zu werden konnte ich noch nicht ahnen wie die Situation heute sein würde und tatsächlich hat es auch ein paar Monate gedauert, bis der Plan stand. Den ersten Schritt in Richtung Wachstum habe ich mit der Anmeldung der Tätigkeit getan, darauf folgten ein paar Anschaffungen sowie der Ausbau unseres Dachgeschosses, um dieses als Atelier nutzen zu können.

Doch schon bald hat sich herauskristalisiert, dass die Tage des „Heimstudios“ begrenzt sein würden. Das hat viele Gründe, von denen ich ein paar Aufzählen möchte:

  • Wer zu Hause arbeitet, der vermischt zwangsläufig geschäftliches mit privatem, egal wie professionell man sich präsentiert.
  • Nicht alle Shootings finden zu Hause statt (Hochzeiten, siehe auch Arbeitverteilung), die Nacharbeiten müssen dennoch am Desk erledigt werden.
  • Ein Haus muss immer für Kunden sauber gehalten werden – keine leichte Aufgabe, besonders mit Kind.
  • In einem externen Büro herrscht eine andere Atmosphäre des Schaffens. Wenn man dann noch das Glück hat, kreative Menschen um sich zu haben, können ganz neue Wege beschritten werden.

Als ich vor ein paar Monaten auf der Facebook-Seite des Balawa Rama eine Anzeige für zu vermietenden Büroplatz sah, habe ich zuerst nicht richtig geschaltet und dachte aus irgendeinem Grund, dass ich nicht in das Konzept passe. Glücklicherweise habe ich eine zweite Chance bekommen und mir vor zwei Wochen den Raum sowie das Dachstudio angesehen. Ich habe mich mit den Leuten dort unterhalten – alles sehr kreative, groovige, produktive und abgefahrene Menschen in meinem Alter, die mich sehr freundlich empfangen und in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben.

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und habe auch schon das nächste Projekt in Angriff genommen: Wir bauen eine Hohlkehle! Das Material liegt schon bereit, bald wird geschraubt, geschliffen und gestrichen.